Die Nomadenfamilie hat ein Motorrad, mit dem sie unter anderem selbst hergestellte Waren wie Airag (vergorene Stutenmilch) oder Käse an Abnehmer in der Umgebung liefert.

Uns fiel auf, daß es beim Schalten der Gänge immer krachte und das Motorrad einen kleinen Satz nach vorne machte.

Am Abend des 15. Juli fuhr Tschuka mit dem Motorrad weg und kam am anderen Morgen mit einem Mann zurück. Dieser begann das Getriebe des Motorrads zu zerlegen. Aus einem dickeren Stahldraht sägte und feilte er eine Achse zurecht, die er in das Getriebe einbaute.

Nachdem er das Getriebe wieder eingebaut hatte, begann er zusammen mit Sohn Tschuka den Vorderreifen, der einen Riß hatte, zu reparieren.

Axtstiel als Unterlage

Er sägte von dem schon erwähnten Stahldraht einige Stücke ab, spitzte sie zu und bog sie wie eine Heftklammer zurecht. Dann steckte er diese Klammern von innen durch den Reifen und bog sie außen mit dem Hammer zusammen.

Drahtklammer

Drahtklammer schließen

Mit den wenigen Hilfsmitteln die man hatte (Schraubenzieher, Hammer, Axt, Stiefel) wurde der Reifen wieder auf die Felge montiert.

Reifen auf Felge montieren

Reifen auf Felge montieren

Reifen auf Felge montieren

aufpumpen

gutem Reifensitz nachhelfen

Dann wurde das Vorderrad wieder an das Motorrad montiert und die Testfahrt konnte beginnen.

Rad montieren

Rad montieren

Wir waren felsenfest davon überzeugt, daß das Motorrad nach der Reparatur des Getriebes (alles auf dem Steppenboden, kein Arbeitstisch oder ähnliches stand zur Verfügung) und ohne vorhandene Batterie (aus dem Batteriefach hingen ein paar Drähte heraus) nicht einfach zu starten wäre.

Aber siehe da: der "Monteuer" setzte sich auf das Motorrad, betätigte mit dem Fuß den manuellen Starter ohne eingesteckten Zündschlüssel ein paar Mal, steckte den Zündschlüssel ins Schloß, trat auf den Starter und das Motorrad lief!

Motorrad starten

Testfahrt

1882