Am Nachmittag des 21.7. besichtigten wir zusammen mit Lisa den Kaiserpalast Gugong, auch Verbotenen Stadt genannt. Die Besichtigung war im Programm nicht enthalten, Lisa bot sich aber an - da sie den Nachmittag frei hatte - uns die Stadt in der Stadt zu zeigen.

Verbotene Stadt

In der Verbotenen Stadt lebten und herrschten bis 1911 die Kaiser als Söhne des Himmels. Das Palastgelände zählt 9999 Räume, eine Zahl, die die Ewigkeit der Herrschaft symbolisiert.

Es gibt 34 "wichtige" Gebäude und Tore in dem Palast. Die einzelnen Gebäude tragen phantasievolle Namen wie z.B. Pavillon der Vornehmen Rechtschaffenheit, Halle der Literarischen Blüte, Halle der Mittleren Harmonie oder Halle zur Wahrung der Harmonie.

In der ranghöchsten Halle des Kaiserpalastes - die Halle der Höchsten Harmonie (Nr. 6 im Plan oben) - steht der Thron. Hier hielt der Kaiser dreimal im Jahr die Große Audienz. Bis zu 20.000 Personen versammelten sich dann auf dem Vorplatz, um dem Kaiser ihre Glückwünsche zu überbringen.

Halle der höchsten Harmonie

Der Halle der Höchsten Harmonie folgt die Halle der Vollkommenen Harmonie (7). Es ist ein relativ kleiner Bau, der eher das Aussehen eines Pavillion hat.

Halle der Vollkommenen Harmonie

In der Halle zur Erhaltung der Harmonie (8) empfing der Kaiser die Vertreter des Adels zu Banketten.

Halle zur Erhaltung der Harmonie

Die Halle zur Erhaltung der Harmonie verläßt man über eine große Marmortreppe, deren Mitte von einem einzigen Steinrelief gebildet wird, das aus einer 16 Meter langen und 200 Tonnen schweren Platte besteht.

Steinrelief

Der Palast der himmlischen Reinheit (19) war das kaiserliche Schlafgemach.

Palast der himmlischen Reinheit

In der Halle der Berührung von Himmel und Erde (18) thronten die Kaiserinnen, feierten ihre Geburtstage oder züchteten im Frühjar Seidenraupen.

Halle der Berührung von Himmel und Erde

Kranich, Symbol für langes Leben

Löschwasserbehälter (im Winter geheizt)

1908